Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle
Ein Abend in Dur - ganz ohne Instrumente
Wenn sich die Stadtkapelle zur Generalversammlung trifft, dann ist das ein bisschen wie ein Konzert ohne Instrumente – aber mit genauso viel Spannung. Pünktlich eröffnete unser 1. Vorsitzender, Bürgermeister Wolfgang Hermann, den Abend und begrüßte die Anwesenden gewohnt souverän. Es folgte der bewährte Dreiklang der Berichte: Schriftführer Christoph Räpple ließ das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren (inklusive der einen oder anderen Anekdote), Jugendvertreterin Leni Breig berichtete engagiert aus dem Nachwuchsbereich, und Kassierer Matthias Lauble präsentierte die Zahlen – die erfreulicherweise mehr Harmonie als Dissonanz erkennen ließen.
Mit besonderer Aufmerksamkeit wurde anschließend dem Bericht von Dirigent Raphael Janz gelauscht. Zwischen musikalischem Rückblick und Ausblick wurde deutlich: Die Stadtkapelle ist nicht nur gut aufgestellt, sondern hat auch weiterhin einiges vor. Ein echter Höhepunkt des Abends war die Ehrung für besonders fleißige Probenbesuche. Hier zeigte sich: Übung macht nicht nur den Meister, sondern bringt auch öffentlichen Applaus ein. Ausgezeichnet wurden: Melanie Lauble, Verena Czyzewski, Michael Joos, Rudi Krämer, Johannes Spinner.
Auch die Treue zur Stadtkapelle wurde gewürdigt. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:
Stefanie Burkhardt, Mona Franz, Salome Keil, Celina Peter, Sophie Portillo Scheer, Annalena Spinner. Für beeindruckende 30 Jahre aktive Verbundenheit zur Stadtkapelle: Melanie Lauble. Ein ganz besonderer Moment folgte bei der Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft durch den Musikverband Kinzigtal, die vom Vizepräsidenten Klaus Schmid vorgenommen wurde. Geehrt wurde Annica Schmid – und wie sich herausstellte, verbindet die beiden mehr als nur die Liebe zur Musik: gleicher Nachname, das Saxophon als Instrument und das Amt als Notenwart – selten passen Ehrung
und Laudator so gut zusammen.
Neuzugänge durfte die Stadtkapelle ebenfalls willkommen heißen – ein schönes Zeichen dafür, dass die Gemeinschaft wächst und die Musik weiterhin Menschen begeistert: Amelie Schneider und Lena Weitschies (beide Flöte) bekamen zu diesem Anlass eine Vereinssatzung überreicht. Da in diesem Jahr keine Wahlen anstanden, konnte die Versammlung nach gut einer Stunde vom Vorsitzenden Reinhard Meyer zügig und ohne Verlängerung geschlossen werden – ganz im Sinne aller, die sich bereits auf den gemütlichen Teil freuten. Und so klang der Abend schließlich dort aus, wo sich Musikerinnen und Musiker bekanntlich am wohlsten fühlen: in geselliger Runde, mit guten Gesprächen und der Gewissheit, Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu sein.

